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Zwergenwuchs

die Urmutter und ihre Nachfahren



der homo floresiensis
Es gab bis vor 12.000 Jahren auf der indonesischen Insel Flores eine weitere Unterart des Menschen. Wie der Aboriginie, so lebte der homo floresiensis dort nach der Eiszeit und der dadurch bedingten Erhöhung des Meeresspiegels isoliert und bewahrte seine Gene, die zum Teil vom homo javaensis und zum anderen Teil von denen des sapiens entstammten. Ursprünglich war er ein homo erectus.
Schädelvergleich vom
homo floresiensis (l) und vom homo sapiens (r)
Er war nur 1 Meter gross, sein Gehirnvolumen mass 380 cm³ (zum Vergleich: Neandertaler 1600 cm³, wir 1350 cm³). Aufgrund seines Zwergenwuchses wird er auch Hobbit geannt. Dennoch hat er über komplexe Fähigkeiten und eine Sprache verfügt. Er war intelligent, sozial und kreativ und galt als erfrolgreicher Jäger. Nach Flores gekommen ist diese UnterArt vor 800.000 Jahren. Wahrscheinlich ist ihr sog. Inselzwergenwuchs zunächst auf eine Mutation oder auf unzureichende Nahrungsquellen zurückzuführen, der sich dann aufgrund der Isoliertheit potentierte. Das heisst aber auch, dass der Grad der menschlichen Intelligenz nicht proportional zum Hirnvolumen verläuft.
Handwerksgeräte des
homo floresiensis
Vor 12.000 Jahren soll ein gigantischer Vulkanausbruch ihrem Leben ein Ende bereitet haben. Aber es gehen immer wieder Geschichten der Einheimischen um, das noch vor 200 - 300 Jahren seltsame Zwergenwesen, die in Höhlen hausten, gesichtet worden seien. Warum sollten nicht in irgendeiner Nische der Insel einige von ihnen überlebt haben? In einem entlegenen Dorf der Insel wohnen noch gut einen Meter grosse Menschen, die in allem - nach Aufhebung der Isolation - den Abkömmlingen der Hobbits entsprechen können.



der wahrscheinliche Ursprung der Hobbits
Heute glauben einige, dass der Hobbit bereits als vor-erectus bis nach Georgien gekommen war. In den letzten 10 Jahren wurden in Dmanesi (Georgien) 4 kleine Schädel mit einem Hirnvolumen von 600 m³ gefunden. Sie sind 1,7 Mio Jahre alt. Der australopitecus hat Afrika nie verlassen. Also kann es nur der homo rudolfensis gewesen sein. Die asiatischen Steppen waren ausgeprägter als die afrikanischen und boten für eingewanderte Frühmenschen einen guten Fortbestand.
Vor 1 Mio Jahren haben möglicherweise deren Nachfahren die Wallice-Linie zwischen Java und Flores, die von tückischen Strudeln und Stromschnellen gebildet wird, aus Asien kommend in Richtung Australien überschritten. Die Backenzähne unterschieden sich bereits sehr stark vom sapiens. Alle Zähne haben sich der Verkleinerung angepasst. Sie verändern sich bei Krankheiten nicht. D.h., dass sie evolutionär geschrumpft sind.
Sie benutzten Steinwerkzeuge, und ihr Gehirn hatte sich mittlerweile auf 400 cm³ verkleinert (sapiens: 1500). Es war also keine Microcephalie, die die Entwicklung des Gehirns gestört hatte. Sie waren fast wie Menschen, unterschieden sich aber in einem gravierenden Punkt: Sie besassen einen Längsknochen im Handgelenk unmittelbar unterhalb des Zeigefingers, der wie bei den Affen trapezförmig dreieckig war, so dass Daumen und Zeigefinger nicht präzise und kraftvoll zusammengeführt werden konnten. Deshalb gehörten sie zu einer eigenen Spezies.
Der Javamensch lebte vor 1,5 Mio Jahren in Indonesien. Er war bis vor Flores gekommen, hatte das Eiland aber nie erreicht. Deshalb kann vermutet werden, dass der Hobbit Nachfolger der Vormenschen war, die einst als rudolfensis nach Asien gegangen waren. Von dort muss eine Gruppe von ihnen, die sich aber von denen heutiger Menschen grundsätzlich unterschieden, nach Asien gezogen sein.



die Zwerge von Palau
Aber es gibt weitere Menschenvölker, die zwergenwüchsig waren.

  In zwei Höhlen in Palau wurden tausende menschlicher, versteinerter Knochenreste gefunden. Auffallend ist die seltsame Form der Schädel. Diese Menschen waren Zwerge, verglichen mit unserer Durchschnittsgröße nur so groß wie ein fünfjähriges Kind.

Die Analyse von 12.000 Knochenproben ergab, dass dieses kleinwüchsige Volk nur etwa 1500 - 3000 Jahre alt ist, also zeitgleich mit normalgroßen Menschen lebte. Sie sind wahrscheinlich aufgrund des geringen Nahrungsangebotes, genetischer Isolation und heiß-feuchtem Klima auf den isolierten Inseln geschrumpft. Die Veränderung im Körperbau könnte eine Anpassung an die karge Umwelt gewesen sein. Doch die Inseln wurden erst vor 4000 Jahren besiedelt. Dass sich Menschen in wenigen Hundert Jahren so verändern, gilt eigentlich als undenkbar. So sind ihre Zähne fast normal gross. Diese verändern sich wesentlich langsamer. Auffallend dabei ist, dass sie ungewöhnlich große und zum Teil verdrehte Backenzähne besaßen.
Sie haben zwar ein entsprechend kleines Gesicht und ein fliehendes Kinn sowie ausgeprägte Augenwülste. Aber ihr Gehirn ist größer als das der Flores-Menschen. Ihr Schädel ist etwa doppelt so groß und hat damit vergleichsweise normale Ausmaße. Erwachsene dürften dennoch nur eine Körpergröße von etwa 1,20 Metern und ein Gewicht zwischen 30 und 40 Kilogramm erreicht haben. Ungewöhnlichen Merkmale wie das fliehende Kinn oder die primitiv wirkenden Augenwülste sind vielleicht Nebenwirkungen des Schrumpfungsprozesses oder eine Anpassung an die neue Körpergröße.
Doch wenn diese Vermutungen richtig sind, bleibt zumindest eine Frage: Wieso haben sich die anderen, parallel zu ihnen lebenden Menschen, nicht verändert? Sind sie nie auf Palau gelandet oder wenn ja, waren dort nie sesshaft geworden?
Die Höhlen dienten den früheren Bewohnern der Insel wahrscheinlich als Begräbnisplätze und beherbergen Tausende von menschlichen Überresten. Beim Vermessen der Lage der Fossilien fällt auf, dass die Knochenreste gehäuft in den hintersten Ecken der Höhle liegen. Zudem ist vieles von Meeressediment bedeckt. Könnten sie dort durch eine Flutkatastrophe hingeschwemmt worden sein? Hat also ein Tsunami das Zwergenvolk ausgelöscht? Zumal die Südseebewohner ständig Naturgewalten ausgeliefert sind, da unter dem Meeresboden Erdplatten aufeinander stoßen.
Es waren die Vorfahren der Polynesier, die immer weiter nach Osten vorgedrungen waren. Schon vor etwa 3000 Jahren hatten sie zum einen den Ausleger erfunden, der verhindert, dass ein Kanu bei Wind und Wellengang einfach umkippt. Und zum anderen benutzten sie erstmals ein Segel, das man von vorne nach hinten umsetzen konnte. Damit gelang es ihnen, gegen den Wind zu kreuzen - eine Voraussetzung für Erkundungsfahrten.