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zur Vermischung

die Urmutter und ihre Nachfahren

Es ist zweifelfrei, dass der Mensch aus Afrika kommt. Die Heimat der Urmutter des homo sapiens ist entlang des ostafrikanischen Grabens.
In Europa haben 76% der Menschen 4 gleiche Mutterlinien, die aus Afrika aus einer kleinen Auswanderergruppe stammen, die in Richtung Arabische Halbinsel marschierten. Das war vor 100.000 Jahren.

Allgemein stellt sich nun eine Frage von grossem Interesse: konnten sich diese Art des homo sapiens auch mit dem früher ausgewanderten Neandertaler oder Peking-, Javamensch mischen. Mit ihnen hatte er einen gemeinsamen Stammbaum vor 600.000 Jahren. Das waren eine halbe Million Jahre Unterschied bis zu der Zeit, als sie aufeinander trafen.
Sicherlich, Kopulationen gab es. Aber einige glauben, dass sie für eine Verschmelzung untereinander unfruchtbar waren beziehungsweise ihre Nachfahren.
Bei einem Vergleich von 1500 Sequenzen genetischer Buchstaben bei heutigen Menschen, die von überall herkommen, gibt es 6-8 Unterschiede der Basenpaare ihrer DNA. Beim Vergleich Mensch-Tier sind es 75 Unterschiede, bei Mensch-Neandertaler 27-28. Das beweist einmal, dass der Mensch nicht vom Neandertaler abstammt. Aber auch schon, dass sie sich nicht mischen konnten?




Vermischung Neandertaler - homo sapiens?
1998 wurde in Portugal in Lagawelju das 24.500 Jahre alte Grab eins 4-jähriges Kindes gefunden, dessen Knochen ocker angemalt waren (moderne Bestattung). Daneben lagen Hirschzähne und eine durchbohrte Muschel. Die kahlen Schneidezähne und das ausgeprägte Kinn deuten auf sapiens hin. Doch der Unterkiefer flieht nach hinten, Brustmuskulatur und Unterschenkel sind kräftig und letztere auch kurz. Die Lage der Bogengänge im Innenohr ist wiederum modern. DNA-Tests fanden allerdings keine Spuren von Neandertalerbgut.
Es scheint ein Hybrid zu sein. Doch dabei müssten sich Merkmale beider Arten gleichmässig über den ganzen Körper verteilen. Beim Neandertaler ist das Schienbein kürzer als der Oberschenkel. Es gibt ein Kinn wie beim sapiens, aber die Zahnreihe fällt ab zum hinteren Teil des Unterkiefers. Doch das trifft auf den sapiens auch manchmal zu.
Eine Vermischung ist immer und überall möglich gewesen (asiatisches Vielvölkergemisch), ging aber meistens anatomisch in den sapiens auf, da diese sich stärker vermehrten. Am besten ist eine Abstammung vom Zweig des homo erectus noch bei den Aboriginies und den Völkern auf Papua-Neuguinea zu beobachten, da der Inselstatus ihre Gene im wesentlichen erhielt. Ein ähnliches Beispielt ist auch auf Flores zu finden, wo der homo floresiensis sogar noch bis vor über 10.000 Jahren lebte. Zeitweise isoliert von den nachkommenden Menschen. Auch diese kleinwüchsige Menschenart ist keine neue Spezies, sondern der Gruppe des homo sapiens sapiens zuzuordnen. Möglicherweise handelt es sich bei ihnen nur um eine zerebrale, kranke Ausformung (Mikrozephalie).

Deshalb muss die Frage präzisiert werden:
Neandertaler   Wieso konnten die Mischlinge keine neue Unterart bilden, die überlebte?

Die Anzahl der sich aus dem homo erectus bildenden neuen Menschenarten wie der Neandertaler oder Javamensch stand in keinem Verhältnis zum später einwandernden homo sapiens. Dieser war erfindungsreicher und zeigte sich deshalb in seiner Umwelt mit den ständigen Klimawechseln als anpassungsfähiger. Und er lebte in grösseren sozialen Gruppen. Auch dieses Netz von Interaktionen und Regeln, was ein Zusammenleben erst ermöglicht, bildete ein leistungsfähigeres Gehirn aus. So hat der Pavian, der die grösste soziale Gemeinschaft unter den Affen einnimmt, auch das grösste Gehirn von ihnen. Der Schutz stärkerer Clans aber liess die Menschen, die in der Zeit der Neandertaler lebten, sich besser und gesicherter fortpflanzen. Sie waren fruchtbarer und dominierten aufgrund ihrer Anzahl das nachfolgende Erbgut - falls es tatsächlich zu einer Vermischung gekommen sein sollte -, so dass die anatomischen Eigenschaften des Neandertalers alsbald verwischt und egalisiert wurden. Sein Genpol ist verschwunden. Die Unterschiede zu uns sind sehr gross. Seine anatomischen Merkmale haben sich nicht durchgesetzt.

In der Zeit vor 27.000 - 24.000 Jahren, als der letzte reine Neandertaler ausstarb, gab es aufgrund der Klimaverhältnisse nur noch wenige 1000 Menschen des Typs homo sapiens in Europa. Einige von ihnen vielleicht mit einer Genmischung des Neandertalers? Kann es deshalb als sicher gelten, dass er nicht weiter in uns lebt! Allerdings mit so geringen physiognomische Auswirkungen, dass sie uns nicht kennzeichnen?
Anhand von molekulargenetischen Untersuchungen eines 60.000 Jahre alten Neandertalerknochens kann bewiesen werden, dass der letzte gemeinsame Vorfahre zwischen neanderthalensis und sapiens vor 800.000 Jahren war. Warum sollen sich nicht sichere Funde ihrer späteren Vermischung finden. Vielleicht sind schon alle Antworten da, wir haben nur noch nicht an den richtigen Stellen gegraben.
In der Tat bestehen jetzt keine Zweifel mehr an einer Vermischung. Darüber hinaus ist ein 4-%iger Anteil des Neandertalers in uns nachgewiesen worden!

Mittlerweile ist der Gencode des Neandertalers vollkommen geknackt. Es ist dabei herausgekommen, dass die Europäer und Asiaten die Gene des Nandertalers in ihrem Erbgut tragen, die Afrikaner hingegen nicht. Denn deren Vorfahren haben sich nicht mit ihnen vermischt. Zeichnet man die Wanderung des homo erectus nach, aus dem der Javamensch (vor 800.000 Jahren) und der homo heidelbergensis (vor 600.000 Jahren) hervorgegangen sind, so ist leicht zu erkennen, wo der homo sapiens auf den Neandetaler (vor 300.000 - 150.000 Jahren in Europa und im Orient zu einer eigenen Menschenform entwickelte) treffen konnte. Das war zum ersten Mal vor 70.000 Jahren im Nahen Osten.





das asiatische Vielvölkergemisch
Vor 100.000 bis 40.000 Jahren war eine Vermischung in Asien und Indonesien zwischen Javamensch und homo sapiens nur gering aufgrund ihrer kleinen Anzahl. Am Ende dieser Epoche setzten die amerikanischen Indianer und Inuits über die Beringsee und die heutigen Aborigines nach Australien. Letztere lebten aufgrund des InselStatus lange isoliert und bewahrten ihr Aussehen. Sie vermischten sich lediglich mit dem dortigen homo javaensis mixtus und vor über 200 Jahren noch einmal mit den Europäern.
In Asien aber schritt die Vermischung mit der wachsenden Bevölkerung mittlerweile immer schneller voran, so dass ihre Unterschiede heute marginal sind.
Die Stämme der Aborigines sind vielfältig. DNA-Untersuchungen haben erwiesen, dass sie keine Ähnlichkeiten mehr mit dem Pekingmensch haben. Sie nennen sich je nach Region binghi, kooree, murry, yamidgee, die Frauen gin, kweeai, lubra.

Es konnte festgestellt werden, dass der 1. Einwohner Australiens vor 60.000 Jahren (ältester Fund), eine Mischung aus homo javaensis und homo sapiens, keine Ähnlichkeiten mit dem Pekingmenschen oder anderen aufweist, auf den der sapiens vor 100.000-80.000 Jahren getroffen war. Das Radiocarbonverfahren ist zwar nicht mehr in der Lage, dieses festzustellen. Es geht nur bis 40.000 Jahre zurück. Aber eine Lumineszenzmethode machte klar, dass die DNA zwischen beiden Rassen zu unterschiedlich ist. Demnach hatte sich der homo sapiens vor 90 - 60.000 Jahren mit den dortigen Javamenschen zur asiatischen Völkergruppe gemischt. Der Pekingmensch blieb eie Sackgasse. Generell kann aber gesagt werden, dass die Unterschiede zwischen dem Javamensch Indonesiens, dem Pekingmenschen und dem Neandertaler aus Europa nicht so gravierend waren. Aber wer hat sich am längsten gehalten?

der JavaMensch (homo erectus javaensis)
Schädel Skelett

Reichten ca. 30.000 Jahre auf dem Festland Indonesiens für so viele Andersartigkeiten aus, dass der Javamensch sich mit dem homo sapiens zu einer zukunftsträchtigen Generation verband? Die sich durch ständige weitere Vermischung mit nachwandernden sapiens derart vom Pekingmensch spaltete, dass sie keine Ähnlichkeit mehr mit diesem hatten, als sie nach Australiens gingen? Und die auf dem Festland Verbliebenen sich weiter mischten, so dass sich ihre Ähnlichkeit zum isolierten heutigen Aboriginie weiter verlor? Vor 60-40.000 Jahren verengte sich der Kanal zu Australien bis auf 80 Kilometer und ermöglichte eine Überschiffung. Danach hob sich der Meeresspiegel wieder, so dass weitere Überquerungen unterbunden wurden. Von da an bis 200 Jahre vor heute, als die ersten Briten die Insel wiederentdeckten, blieben die Ureinwohner Australiens relativ isoliert und kulturell in der Altsteinzeit verhaftet.

Somit ist der Aboriginie der direkte Nachkomme der Vermischung von Javamensch (homo erectus javaensis) und homo sapiens, des homo javaensis. Aber letzterer veränderte sich durch weitere Kontakte immer mehr und mischte sich zu dem heute vom Erbgut her fast einheitlichen Menschen. Was beweist, dass eine genetische Nivellierung, wie sie in der Moderne auftritt, einzig und allein von der Technik abhängt, Hindernisse (schnell) zu überwinden. Dennoch ist der Aboriginie ebenso wie die Ureinwohner von Papua Neuguina ein Beweis, dass auch der in Europa ausgestorbene Neandertaler in einer stark veränderten Form in abgelegenen Gebieten der Welt hätte überleben können.