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zur Geschichte
Organigramm der Hominiden, Australopithecinen und Menschenaffen (die roten Punkte werden rechts aussen ausführlicher behandelt)
Vorfahr von Affe und Mensch
in Jahren Namen + Ereignisse 7,2-6,8 Mio Sahelanthropus tchadensis [mehr] 6,2-5,6 Mio Orrorin [mehr] 3,5 Mio Kenyanthropus platyops [mehr] 2,5 - 1,8 Mio homo rudolphensis [mehr] 1,9 - 1,5 Mio homo ergaster [mehr] 1,8 - 300.000 homo erectus [mehr] 500.000 homo heidelbergensis [mehr] 230-24.000 homo neandertalensis [mehr] 200.000 homo sapiens [mehr] heute homo sapiens sapiens [mehr]
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Abzweigung Gorilla (vor 9 Mio J.)

Ardipithecus (5,8-4,4 Mio J.)
Sahelanthropus tchadensis
australopitecus anamensis (4,2-3,9 Mio J.)
Orrorin
Kenyanthropus platyops
homo rudolfensis

homo habilis
(2,1-1,6 Mio J.)
homo ergaster
homo erectus
australopitecus afarensis (3,8-2,8 Mio J.)
australopitecus africanus (2,7-2 Mio J.)
Ende
homo heidelbergensis
homo neandertalensis
homo sapiens
moderner Mensch
Kaukasus (1,75 Mio)
Nordchina (1,36 Mio)
homo floresiensis (-12.000)
Pekingmensch (1 Mio)
Javamensch (800.000)
asiatisches Vielvölkergemisch
Inuit, Aborigines
Gorilla
Schimpanse

Er stammt aus dem Tschad. Seine Ära ist noch eine Grauzone. Manche meinen, er wär der erste Hominide, andere sind der Überzeugung, er gehöre zu den australopitecinen. Toumaï, wie man ihn nannte, wurde 2001 im Tschad gefunden. Sein Hirnvolumen maß 320-350 cm³. Die Größe der Eckzähne kommt denen der Vormenschen sehr nahe, während die Augenbrauenwülste weitgehend denen der heutigen Gorillas entsprechen. Die untere Hälfte des Gesichtes ist vergleichsweise menschenähnlich aufgebaut. Die Begleitfossilien machen wahrscheinlich, dass er sich in einer dünn bewaldeten Baumlandschaft bewegte.
Er wird als früher Vorfahre der australopitecinen angesehen, auch wenn einige meinen, dass er der erste hominide sein könnte. Die Position des Foramen magnum (Hinterhauptloch), der Stelle des Schädels, an der das Rückenmark durch eine große Öffnung in die Wirbelsäule übertritt, lässt darauf schließen, dass er sich bereits zweibeinig fortbewegte.
Geotektonische Kräfte zerren am afrikanischen Kontinent. In Nord-Süd-Richtung entsteht ein 3000 km langer Grabenbruch, das Great Riff Valley. Ein Gebirge teilt den vorher durchgehenden Regenwald und verhindert nun, dass die feuchten Luftmassen weiter nach Osten gelangen. Dort gehen die Niederschläge zurück, und Savannen breiten sich aus.
Der Regenwald mit seinen Bäumen geht zurück, und der Vormensch lernt, sich auf dem Boden zu bewegen.

Da sich der Gorilla bereits vor 9 Mio Jahren abspaltete, der Schimpanse aber erst vor 6, besitzt Letzterer einen engeren Verwandschaftsgrad mit den Menschen als mit anderen Primaten.

Der 2001 in Kenia entdeckte Orrorin turgenensis gilt als erster Hominide aufgrund seiner kleine Schneidezähne und Backenzähne, die mit dickem Zahnschmelz versehen waren. Er hat sowohl pflanzliche als auch fleischliche Nahrung zu sich genommen.
Kenyanthropus wurde 1999 am Turkanasee gefunden. Er besitzt Ähnlichkeiten mit den australopitecinen. Aber die Wurzel des Wangenbeins und Weiteres weisen auf eine Verwandtschaft mit dem Homo rudolfensis auf. Sein Habitat konnte anhand von botanischen und zoologischen Begleitfunden als relativ feucht und daher gut bewachsen identifiziert werden. Zahlreichen Tierfunde dieser Zeit lassen auf eine Landschaft schließen, die durch Übergänge zwischen Savannen- und Buschlandschaften sowie Waldrandgebieten gekennzeichnet war und bei der auch Wasserläufe mit saisonalen Überflutungen und Seen mit Galeriewäldern existierten.
Der australopithecus afarensis lebte parallel in Ostafrika und hatte noch ein kleines Gehirn im Vergleich zum grossen Gesicht. Aber er ging bereits aufrecht. Dies beweist die Eintrittstelle des Rückenmarks in das Gehirn. Es liegt an der Unterseite des Schädels und nicht wie bei den Menschenaffen schräg hinten.
Aller Wahrscheinlichkeit können die australopitecinen aufgrund ihrer Nahrung in 2 Arten aufgeteilt werden: die eine aß harte, vegetarische Körner (robustus), die andere war Allesfresser und grazil. Erstere entwickelten eine starke Kaumuskulatur und übergrosse Backenzähne (die sich sehr schnell abnutzten) und waren damit stark an die bestehende Umwelt angepasst. Ihre äussere Kopfform wurde nicht durch die Schädelknochen, sondern durch Muskelpakete gebildet.
Der australopithecus anamensis wird als einziger dieser Gattung als hominid bezeichnet. Hier handelt es sich allerdings um eine synapomorphische Konvergenz (Synapomorphie: neu erworbenes, verändertes Merkmal, Konvergenz: Entwicklung ähnlicher Merkmale bei nicht näher verwandten Arten, eher eine evolutionäre Anpassung unter ähnlichen Umweltbedingungen, Parallelevolution).
Der homo rudolfensis war gross und stark. Er konnte bereits primitives WerkZeug zum Schneiden hestellen. Sein Hirn hatte ein Volumen von 900 cm³.
In Israel ist 2,3 mio altes Steinwerkzeug gefunden worden. Auch 1,8 mio alte Knochenfunde aus Java lassen vermuten, dass die Auswanderung schon mit dem homo rudolfensis begonnen hat. Die ältesten homo-Funde aus Malawi (2,5 Millionen Jahre) legen sogar den Schluss nahe, dass er schon vor dem homo habilis in Ostafrika existierte.
Auch er vermied eine Nahrungsspezialisierung durch Werkzeugkultur. Damit zerlegte er Fleisch und harte Körner gleichermassen.
In dieser Zeit gab es 2 Homo-Gattungen, die sich getrennt entwickelten. Wahrscheinlich ist aus rudolfensis der Mensch hervorgegangen, während habilis ausstarb.

Der homo habilis (2,4 - 1,9 Mio Jahre) entwickelte sich aus australopithecus africanus im südlichen Afrika. Er war vielseitiger und ass auch Fleisch. Dadurch mass sein Gehirn schon 800 cm³, er war 1,45 m gross.
Vor 1,8 Millionen Jahren entwickelte sich aus dem homo rudolfensis der homo ergaster. Er war die frühe Variante des homo erectus. Er hatte kein Fell mehr, so dass er schwitzen und die Hitze besser vertragen konnte. Sein Hirnschädelvolumen war vergrössert, die Schädelbasisknickung war verstärkt und der Zahnbogen rundlicher. Er besass viel Kraft und Ausdauer beim Tragen von Material und Nahrung.
Er erfand den ersten FaustKeil, war sehr sozial und hatte bereits eine weisse Iris.
Sein Gehirn war 1 1/2 x so gross wie das des homo habilis. Nur durch hohen FleischKonsum konnte es sich so entwickeln, da es nun 1/6 (20%) der ganzen Energie verbrauchte. Das ist 7 x mehr als bei anderen Säugern.
Der homo erectus (1,8 - 90.000 Jahre) war der erste echte Mensch.
Er ging vor 1,5 Mio Jahren über den Nil nach Asien.
Seine WerkZeuge waren bereits ausgefeiltere FaustKeile, der Anbeginn der kulturellen Evolution.
Sein Gehirn wies 1250 cm³ auf. Er hatte eine vorstehende, knorpelige Nase, was zu einer besseren Thermoregulation der Atemluft führte und seiner läuferischen Gabe entgegenkam. Er war von dunkler Haut, haarlos und besass Schweissdrüsen. Zusätzlich ermöglichte seine grosse Gestalt, genügend Körperwärme abzustrahlen. Er nutzte auch als erster das Feuer. Dadurch konnte er das Fleisch zubereiten und braten, so dass der Magen-Darm-Trakt wesentlich entlastet wurde und mehr Energie für die HirnLeistung blieb.

Der archaische homo sapiens (archäotypus) ist ein Oberbegriff für den Übergang der damaligen Frühmenschen zum archaisch modernen Menschen. Er entwickelte sich vor 500.000 Jahren in Afrika.

Der homo antecessor vor 800.000 Jahren ist der letzte gemeinsame Vorfahre von Neandertaler und homo sapiens. Für viele gilt die Bezeichnung homo erectus nur für den asiatischen LebensRaum. Doch bis vor 500.000 Jahren war er in Ostasien, Südostasien sowie Mittel- und Südeuropa verbreitet.
Die Eiszeiten verhinderten zunächst eine Besiedlung aus dem Nahen Osten. Andererseits aber ermöglichten sie ein erstes Eindringen nach Spanien noch vor den ersten Auswanderungen.
Der homo heidelbergensis (600 - 400.000 Jahre) lebte in Afrika und Europa. Er stammt vom homo erectus ab als seine europäische Variante.

Alle Arten nutzten intensiv das Feuer, so dass sie ständig besser essen konnte. Sie hatten bereits Kleidung (zunächst als Schutz gegen Mücken), stellten Fallen her und beherrschten schon etwas Kunst, Musik und das SchmuckHandwerk. Aber immer noch waren sie Nomaden, die lediglich Unterstände gegen Wind und Regen errichteten.
Ihr Äquivalent, das sich aus dem ercetus in Asien entwickelte, war der PekingMensch (500.000 Jahre) in SüdChina. Er war mit seinen ausgeprägten Überaugenwülsten, der flachen Stirn, dem mächtigen Kiefer und den schweren Knochen dem Javamenschen sehr ähnlich.
Der homo neandertalensis (220.000 - 24.000 Jahre) entwickelte sich in Europa und Persien.
Er war 1,50 m gross, besass eine flache Stirn, einen fliehenden UnterKiefer und hatte breite Nasen und starke AugenWülste. Die Art der Nase liess die kalte Luft bereits beim Einatmen erwärmen, letztere schützten ihn nicht nur gegen die tiefliegende Sonne, sondern fingen auch das Beissen mit den kräftigen Kiefern ab.
Er konnte schon kunstvolle Werkzeuge herstellen und kannte auch die Bestattung der Toten.
Sein Hirn hatte ein Volumen von 1600 cm³. Felsmalereien und Schmuckherstellung mag er sich zunächst vom sapiens abgeschaut haben. Aber sicherlich war er auch fähig, diese Fertigkeit weiter zu entwickeln.
Aufgrund der Jagdverletzungen wurde er meistens nicht älter als 30, konnte aber sonst bis zu 60 Jahre lang leben.
Der homo sapiens sapiens (200.000 Jahre) stammte aus Afrika und begann vor 150.000 Jahren, sich von dort weiter auszubreiten. Vor 120.000 Jahren wanderte er über den Yemen nach Asien und Europa ein. Persien erreichte er vor 100.000 und Australien vor 60.000 Jahren.

Nach Europa kam er erst vor 40.000 Jahren, da die grossen Wüsten von Jordanien dazwischen lagen. Erst nach jahrtausendelanger Dürre regnete es dort, und die Einwanderung wurde über Indien und Russland möglich.

Vor 20.000 Jahren erreichte er Amerika, weil die BeeringStrasse während der EisZeit zugefroren war. Hier siedelte er sich erst im Süden und nach der EisZeit im Norden an.

Er trug Kleidung, hatte eine hohe Stirn und besass bereits das Wissen um den eigenen Tod. Grundsätzlich hatte er erstmals Vorstellungen seiner Umwelt (was sich mittlerweile regrediert) und plante im Voraus. Am Ende der KältePeriode gab es ihn so oft wie heute den Gorilla, d.h. vor 27.000 Jahren lebte in Europa z.B. auf 100 km² 1 Mensch.
Sein HirnVolumen beträgt nach wie vor 1550 cm³.
Als der homo sapiens vor über 65.000 Jahren in China und Indonesien ankam, schaffte er dies mittels der SchiffFahrt über die Flüsse. Die BambusFlösse waren stabil, elastisch und sorgten für einen hohen Auftrieb.
Dort hat er sich mit den Nachkommen des Peking- und Javamenschen gepaart. Dies führte zum heutigen asiatischen Völkergemisch.
In Spanien wurden 27.000 Jahre alte Knochen des Neandertalers gefunden, die auch eine Hybridbildung von Neandertalern und home sapiens belegen. Doch bis in die heutige Zeit konnte er nicht bestehen.
Vor 60.000 Jahren erreichte der Mischling aus Javamensch und homo sapiens per Floss Australien, das damals kurzfristig nur 15 km vom Festland entfernt war. Aufgrund der Isoliertheit blieb diese Rasse 20.000 Jahre für sich.

Die Vermischung aller Völker hält bis heute an. Sie ist eine Eigenschaft unserer Zivilisation, in der Distanzen problemlos überwunden werden können.

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die Hominiden
Die Hominiden umfassen alle Spezies, die seit dem letzten gemeinsamen Vorfahren von Affen und Menschen gelebt haben. Charakteristisch für Hominiden ist der aufrechte Gang und – damit in Zusammenhang – ein relativ kurzes und vertikales Gesicht und ein tief liegendes Hinterhauptsloch, an dem die steilgestellte Wirbelsäule ansetzt. Ein weiteres Merkmal der Hominiden ist ihr großer Hirnschädel.
Die Entwicklung der Frühmenschen begann aber nicht mit dem Aufkommen eines grösseren Gehirns, sondern mit dem aufrechten Gang. Dadurch wurden die Hände frei zur Werkzeugentwicklung- und handhabung. So konnte ein variableres Nahrungsangebot erschlossen und damit erst die Erschaffung eines leistungsfähigeren Gehirns garantiert werden.
Der heutige Affe kann nicht so gut aufrecht gehen wie der Mensch. Unser Kopf mit der Wirbelsäule steht senkrecht über Becken und Füsse, so dass die Seite nicht überlastig wird. Dafür sind die Gelenke an Wirbelsäule und Beine extrem vergrössert. Zudem hat sich unser Fuss gewölbt, um den Körper optimal vorwärts zu bewegen und das Körpergewicht abzufedern.
Im Gegensatz zum Affen haben wir kein schmales Becken, sondern einen flachen Sattel. Die Oberschenkel sind x-förmig zu den Knien geneigt. Das hat beim Laufen den Vorteil, dass 2/3 der Energie aus der Bewegung und 1/3 aus dem Stoffwechsel kommt, denn im Gegensatz zum Affen können wir unsere Knie durchdrücken. Deshalb ist das aufrechte Gehen bei ihm extrem kraftaufwendig. Ausserdem gehen sie auf ihren Knöcheln (knucklewalker).
Heute erreichen die intelligentesten Menschenaffen das geistige Niveau eines 3-jährigen. Ihr Sozialverhalten ist noch instinktgesteuert. Ihre spätere Entwicklung kann nur darauf aufbauen. Allerdings gibt es nur 1% Unterschiede in den Genen Schimpanse-Mensch *.
Vor 12-7 mio Jahren lebte der gemeinsame Vorfahre von Mensch und Affe in Waldgebieten, in denen Fossilien schnell verwittern. Aufgrund eines klimatisch bedingten Rückgangs des Urwalds vor 9-7 Millionen Jahren entstanden Busch- und Flusslandschaften. Eine Hypothese besagt, dass der aufrechte Gang durch das Leben am Wasser entscheidend bedingt war. Denn im Wasser ist es vorteilhafter, sich aufzurichten, um weniger Widerstand zu leisten. Zudem ist es leichter, im Wasser gehen zu lernen, da es das Körpergewicht mitträgt. Neueste Funde legen sogar die Vermutung nahe, dass das heutige Gehen erst am Rand des tropischen Regenwalds begann, und zwar noch bevor die Grassavanne entstand, die mehr Weitsicht erlaubte.
Letzteres ist zwar richtig. Doch das war nur ein weiterer Vorteil, der sich später zeigte und die Entwicklung des Menschen beschleunigte. Wie auch der Umstand, dass der Hominide nun wesentlich schneller gefährliche und nahrungskarge Gebiete überwinden konnte. Doch die eigentliche Ursache für seinen aufrechten Gang bestand darin, dass er schon vorher auf den Bäumen Nahrung von Ästen und Büschen greifen konnte. Bereits im Wald vor 7 Mio Jahren, noch vor Entstehung der Savanne. Als die Wälder dann zurückgingen, Wasserlöcher austrockneten und Afrika in Nord-Süd-Richtung versteppte, waren seine Händen auch frei, um Nahrung über die beginnenden, aber noch gefährlichen Lichtungen zu transportieren. Denn dort wurde er zunächst zum Freiwild der jagenden Raubtiere wie Leoparden und Säbelzahntiger.
Frühe Funde beweisen, dass der Vormensch bereits in den Bäumen des Urwalds sich aufzurichten begann. Hominide wie der Ardipithecus vor 5,8 Millionen Jahren besassen schon eine tiefere Austrittslage des Rückenmarks, ein Hinweis auf den aufrechten Gang. Lange Beine waren keine Voraussetzung dafür. Deren Verlängerung erfolgte erst vor 2,5 Millionen Jahren.
Der Vorteil für diese Fortbewegung bestand zunächst darin, dass die Hände für andere Aufgaben frei wurden. Der Wirbelkanal, durch den das Rückenmark und damit die Weitergabe von Informationen läuft, ist demzufolge beim Australopitecus bereits größer als beim Schimpansen, aber noch kleiner als beim Menschen. Es konnten ihn zwar schon genug Nerven durchlaufen, um zu Greifen und Dinge vor Augen zu führen, aber noch zu wenig, um eine Feinmotorik für komplizierte Fähigkeiten wie Werkzeuggebrauch zu gewährleisten. Er benutzte lediglich Steine und Knochen als Hilfsmittel. Seinen Eiweißbedarf für das stetig wachsende Gehirn holte sich der Australopitecus von Termiten.
Eine aufrechte Haltung war evolutionär so günstig, dass sie auch weiterhin dem Hominiden biologische Vorteile bot: Sie bedeutete weniger Fläche für die Sonneneinwirkung ebenso wie für die Hitzerückstrahlung des Bodens. Auch der Rückgang der Körperbehaarung und die Schweissentwicklung, die vor 2 Millionen Jahren zu einer Kühlung des Körpers führten, machten den Menschen konkurrenzlos und setzten seinen Siegeszuges fort.
Schon vor 13 Millionen Jahren wurde in Spanien der Pierolapithecus catalaunicus gefunden. Und in Äthiopien der rund zehn Millionen Jahre alte, gorillaähnliche Chororapithecus abyssinicus. Sie sind die letzten bekannten Spezien, bevor sich die Linie von Affen und Menschen trennte. Ihre direkten Nachfahren haben sich jedoch nicht zur menschlichen Art weiterentwickelt. Diese Abspaltung fand vermutlich vor sieben Millionen Jahren mit Toumai statt. Sein 7 Millionen Jahre alter Schädelfund aus dem Tschad hatte noch Vorbackenzähne mit 3 Wurzeln. Die Form und Größe der oberen Eckzähne und die Art der Abnutzung, das kürzere und flachere Gesicht und die Ausrichtung der Augenhöhlen unterscheiden sich bereits vom Affen. Seine Schlafplätze waren wahrscheinlich noch Baumnester. Der auch als Urahn der Menschheit bezeichnete Vormensch muss etwa 1,30 m gross gewesen sein. Er hatte eine starke Kaumuskelatur, was darauf hinweist, dass er seine Nahrung zermalmte und zerrieb. Diese bestand hauptsächlich aus Knollen, Wurzeln und harten Nüssen, aber auch Termiten und reifen Früchten (chemische Analyse anhand von Kohlenstoffverbindungen im Zahnschmelz und des Musters der mechanischen Abnutzung). Durch seinen aufrechten Gang hatte er begonnen, sich neue Nahrungsgründe in der Savanne zu suchen.
Die Abspaltung des Schimpansen erfolgte sogar erst vor 6 Millionen Jahren. Zunächst begannen sich die Augen des Frühmenschen weiter nach vorn zu richten, die Schnauze zu verkürzen und sich Fingernägel zu bilden. Vor 6 bis 7 Millionen Jahren lebten die beiden hominiden Gattungen Orrorin Tugenensis aus Kenia und Ardipithecus ramidus kadabba aus Äthiopien. Beide lebten vorwiegend auf Bäumen und ernährten sich von Blüten und Früchten. Erst als es noch trockener wurde, und die Wälder spärlicher wurden, zogen sie sich auf die verbleibenden Bauminseln zurück. Die Nahrung wurde knapper, und sie begannen, in der entstehenden Savanne nach Essbarem zu suchen. Vorwiegend lebten sie in geschlossenem Waldland mit aufgelockertem Baumbestand. Um dort den Überblick bei Gefahren, aber auch auf der Suche nach Nahrungsquellen zu erhalten, blieb der 1,30 Meter große und 30-40 Kilo schwere Orrorin stets auf den Beinen, so dass die Bein- und Rückenmuskelatur sich weiter stärkte. Bei Ardipithecus, der etwa 1,20 m groß wurde und sich auch hangelnd fortbewegte, geht die Entwicklung allerdings in Richtung der heutigen Menschenaffen. Doch auchbei ihm lässt die Gestalt eines Zehenknochens auf einen aufrechten Gang schließen, bei Orrorin, über den sich die Stammlinie der Hominiden bildete, der Durchmesser des Oberschenkels. Vor ungefähr 3,5 Millionen gab es noch den Kenyanthropus platyops. -> Ähnlichkeiten weist er dagegen mit dem Homo rudolfensis auf. Kenyantropus der Vorfahr von Homo ist, während die anderen Australopithecinen nur ein Seitenzweig sind, dessen Linie nicht zu uns führt.
Die berühmte Lucy (1974 entdeckt), eine Australopithecus afarensis, lebte ebenfalls in dieser Zeit. Sie war bereits aufrecht gegangen, wobei ihr Gewicht noch auf der Aussenseite des Fusses lag. D.h., der Oberkörper war noch starr (heute machen die Arme beim gehen Ausgleichsbewegungen, wobei die Schulter gegenüber der Beckenlinie verdreht wird. Weil diese Bewahrung der Balance damals noch nicht möglich war, konnte sie auch nicht rennen. Bei Gefahr ist sie deshalb in die Bäume geflüchtet, wo sie sich auch noch von Blättern und Früchten ernährte.
Der vor etwa 2,5 bis drei Millionen Jahren auftauchende Australopithecus africanus hatte offenbar mit Australopithecus afarensis einen gemeinsamen Vorfahren. Der homo boisei (2,4 - 1,9 Mio Jahre) besass grosse, starke Kiefern, die ihm eine gezielte Ernährung auf Samen und Pflanzen ermöglichte. Er war aus australopithecus robustus hervorgegangen. Aufgrund der Spezialisierung konnte er sich veränderten Lebensdedingungen nicht anpassen und starb aus.
Es gab Australopithecus afarensis, Australopithecus africanus, Australopithecus robustus (nur Südafrika), der ein sehr flaches Gesicht mit starken Zähnen hatte, mit denen er seine faserhaltige Nahrung zermahlen konnte, Australopithecus boisei (nur Ostafrika) und Australopithecus anamensis. Letzterer war größer als afarensis, weniger ängstlich, aß Gras, Aas und Termiten, war aufgrund seiner langen Beine gut zu Fuss, ausdauernd und lebte vor 4,2 bis 3,9 Millionen Jahren und könnte der Vorfahr des Australopithecus afarensis gewesen sein. Australopithecus garhi, eine vermutlich sechste 2,5 Millionen Jahre alte Australopithecus-Art, wurde in Äthiopien entdeckt. Vor etwa 1,5 Millionen Jahren starben die australopitecinen schliesslich aus. Eine zeitlang dachte man, dass sie das Bindeglied zur Gattung Homo sein könnte. Doch die australopitecinen sind ausgestorben, während Orrorin, der einen älteren Stammbaum aufweist und menschenähnlicher ist (z.B. Beine und Backenzähne), sich über präantropus (-> australopeticinen!), der vor 3-4 Mio Jahren lebte, zum homo entwickelte. In dieser Zeit vor etwa 3 Mio Jahren begann auch die große Eiszeit. Riesige Gletscher breiteten sich aus. Der Meeresspeigel sank, die Temperaturen fielen und es regnete weniger. -> beste Zeit für Menschentwicklung
Die evolutionäre Übergangsphase zum Homo hat vor gut zwei Millionen Jahren stattgefunden. Das Gesicht wurde flacher, die Zähne kleiner und die Eckzähne den unseren heute immer ähnlicher. Er hatte ein großes Gehirn, stellte Steinwerkzeug her und ernährte sich zunehmend von Fleisch. Homo rudolfensis (Kenia) und Homo habilis (Tansania und Kenia) weisen zahlreiche gemeinsame Züge mit den früheren Australopithecinen und den späteren Angehörigen der Gattung Homo auf. Homo erectus (erste Funde aus Nordkenia sind 1,5 bis 1,6 Millionen alt) und auch Homo ergaster gehören dazu. Noch ältere Fossilien dieser Art stammen aus dem Kaukasus (Dmanisi bei Tiflis) und werden auf 1,75 Millionen Jahre geschätzt. Homo erectus wanderte offenbar erheblich früher nach Europa. In Nordchina hielt er sich bereit vor 1,36 Millionen Jahren auf. Während er aus der Linie rudolfensis stammt, hat sich habilis im südlichen Afrika gesondert entwickelt. Er hatte ein größeres Gehirn, stellte erstmals eigenes Werkzeug her, jagte, verfügte über eine primitive Sprache und baute einfache Unterstände aus Ästen als Schutz vor Wetter und Tieren. Beide lebten mindestens 400.000 Jahre gemeinsam in Ostafrika, hatten wahrscheinlich einen gemeinsamen Ahnen. Doch nur die Linie des erectus setzte sich durch.
Eine Entwicklungsglied zwischen rudolfensis und erectus war ergaster. Vor 2 Mio Jahren wurde es etwas wärmer. Er wanderte viel und war ein guter Läufer. Er hielt sich völlig aufrecht, benötigte wenig Energie und konnte große Distanzen ohne Essen und Trinken zurücklegen. Er hatte ein noch etwas größeres Gehirn als hablis und eine vielfältigere Gefühlswelt. Hinzu kam, dass er erstmals ein soziales Gruppenbewußtsein entwickelte. Sein Nachfolger erectus war deshalb gut organisiert. Über eine erfolgreiche Jagd kam er an viel Fleisch, so dass sich sein Hirnvolumen auf 1000 cm3 erweiterte, das doppelte von Orrorin. Er optimeirte seine Waffen und wandert mit der Zeit in Asien und Europa ein.
Ein qualitativer Sprung zum Menschen fand mit der Sprachentwicklung statt. Sie ermöglicht es, Erfahrungen weiterzugeben und damit zu tradieren, sowie Kommunikation bei der Jagd (Warnung, Organisation). Nicht zuletzt fördert sie abstraktes Denken und somit Kreativität und Erfindungsgeist.
Beim Australopithecus afarensis war die Sprechfähigkeit noch nicht vorhanden. Aber sie kann beim homo habilis erstmals nachgewiesen werden: Das für die Sprache wichtige Wernicke- und Broca-Zentrum auf der Oberfläche der linken Gehirnhälfte gab es bereits ansatzweise.
Und eine weitere Entwicklung fand zu dieser Zeit statt, die uns bis heute stark beschäftigt: Sex. Aufgrund der Verlängerung der sexuellen Empfängnisbereitschaft beim Weibchen ergaben sich Anreize zur Partnerbindung für die Männchen. Dadurch wurde nicht nur der Nachwuchs zahlenmässig erhöht, sondern auch seine Versorgung verbessert. Dazu gehörte auch Nahrungsteilung, die die soziale Zusammengehörigkeit noch erweiterte.
Der erste Hinweis auf die kontrollierte Nutzung des Feuers stammt aus Israel und ist 790.000 Jahre alt. Doch bereits vor 1.5 - 1.2 Millionen kann der systematische Gebrauch von Feuer durch erectus / ergaster unterstellt werden. Vor allem in Höhlen galt es als Wärmespender, Schutz und Nahrungszubereitung. Verbrannte Knochen beweisen, dass er es kontrolliert nutzte (Buschfeuer erreichen maximal 200°C, bei den 1,5 Mio Jahre alten Funden haben aber Temperaturen von 600°C geherrscht). Gebratenes Fleisch ist leichter zu kauen, zu verdauen und verursacht weniger Magenschmerzen. Auch mit der Weiterentwicklung von Steinwerkzeugen konnte Fleisch als grösster Proteinlieferant zum Hirnwachstum beitragen. Denn der Darm wurde mit dem Vorkochen und Zubereiten der Mahlzeiten erheblich entlastet und konnte Arbeitsenergie für das Gehirn freistellen. Erst mit dieser Versorgung begann es sich wirklich zu entfalten. Schliesslich benötigte es bei fortlaufender Vergrösserung 20% der Gesamtenergien des Körpers. Vorher war der Mensch nur Aasfresser gewesen. Jetzt lernte er, mit Waffen zu jagen, sich dabei zu verbünden und noch mehr Fleisch zu besorgen.
Der Siegeszug des Menschen begann. Nördlich von Tokyo wurden Pfahllöcher einer 500.000 Jahre alten, von Homo erectus angelegten Hütte gefunden. Dies ist der älteste Hinweis auf eine von menschlichen Vorfahren errichtete Behausung, die über das Maß einer blossen Grotte hinausging. Vor 400.000 Jahren sind dann die Schöninger Speere gefunden worden, die ältesten bekannten Jagdwaffen. Jagd ist noch kein Indiz von auch nur zeitweiliger Sesshaftigkeit. Die Vervollkommnung ihrer Technik aber schon: Es gab mehr Musse zur Kreativität. Vor etwa 10.000 Jahren begannen die Menschen dann in Mesepotamien wirklich sesshaft zu werden und Pflanzen und später auch Tiere zu domestizieren. Folge waren weitere Innovationen, aber auch Krankheiten: durch das angebaute Einkorn zerrieben sich die Zähne schnell. Es kam zu erheblichen Infektionen und tötlichen Beschwerden. Die Lebenserwartung sank zudem durch die konzentrierte Ausscheidung und anderen Abfall, der nicht richtig entsorgt wurde. Erst durch die Kanalisation im späten Mittelalter wurde dem effektiv begegnet.
Die Besiedelung Europas fand in mehreren Etappen statt. In Nordspanien wurde der rund 780.000 Jahre alte Homo antecessor gefunden. Er gilt als ein unmittelbarer Vorfahre des Homo sapiens. Der moderne Mensch, der Homo sapiens sapiens, trat erstmals vor gut 120.000 Jahren in Afrika auf. Vor rund 100.000 Jahren erreichte er Asien, vor etwa 60.000 Jahren Australien (neue Funde wie Werkzeuge datieren die Zeit sogar auf vor 175.000 Jahre) sowie vor 40.000 Jahren vom Mittleren Osten aus Europa und Nordafrika.
Der Neandertaler selbst gilt als ausgestorben. Aber es ist sehr gut möglich, dass er sich in der homo sapiens-Linie genetisch eingebracht hat. Er besass eine hervorragende Anpassung, die ihm allerdings beim Klimawechsel vor 35.000 Jahren zum Ballast wurde.
Die genetische Vielfalt des Menschen ist noch heute in Äthiopien, dem einen möglichen Entstehungszentrum des Homo sapiens am größten.
Den Javamenschen (homo erectus javaensis) gibt es nicht mehr, da seine Nachfahren, die sich mit dem homo sapiens vermischt haben, im Asiatischen Völkermix aufgegangen sind.
Der Aboriginie, der lange Zeit isoliert in Australien lebte wie auch die Eingeborenen Papua-Neuguineas und das Ursprungsvolk Nord-und Südamerikas tragen noch bis heute geringe anatomische Merkmale dieser Zeit. Doch auch ihre Gene sind bereits vor der Isolierung mit dem homo sapiens sapiens identisch gewesen.
Es herrschen mittlerweile 3 grundlegende Menschenrassen auf der Erde vor: die Europiden, Mongoliden und Negriden.

* die Gene:
Es gibt einen wesentlichen Unterschied im Gencode Mensch-Affe, der die Kau- und Zubeißkraft der Kiefern betrifft. Es gibt eine Verbindung zwischen der Kraft der Kiefermuskelatur und der Evolution des menschlichen Gehirns. Die Schädel beider bestehen aus mehreren unabhängigen Knochenplatten. Sie ermöglichen dem Kopf, größer zu werden während des Wachstums. Die Kaumuskeln üben Zug auf diese Platten aus, beim Affen sind sie besonders kräftig. Bei einem Gorilla haben sie die Größe eines menschlichen Oberschenkelmuskels. Sie bewegen den Kiefer vor und zurück und sitzen seitlich des Kopfes. Diese große Muskelkraft zwingt die Schädelplatten beim Affen, schon früh mit 3-4 Jahren zusammenzuwachsen und setzt dem Wachstum des Gehirns Grenzen. Auch beim Neandertaler ist die Kaumuskelatur früh ausgereift (bis zum 3. Jahr) und fixiert und hält den Schädelknochen umschlungen. Als Folge kann auch bei ihm das Gehirn nicht mehr größer werden (allerdings wies es schon etwas mehr Volumen als beim Menschen auf, doch seine Gehirnwindungen unterschieden sich etwas). Bei uns hingegen bleiben sie offen und lassen ein Wachstum bis zu unserem 30. Lebensjahr zu.
15 Millionen Genbuchstaben unterscheiden den Menschen vom Affen. Aber die Unterschiede liegen nicht so sehr in den Genen, sondern in den Schaltern, die die in ihrer Nähe befindlichen Gene an- und abschalten. Diese sind selbst keine Gene. Sie kodieren nicht die Mechanismen u.a. für Haare, Knorpel und Muskeln, sondern schalten nur die Gene, die das tun, um.
Die Gene, die z.B. das Wachstum eines Vogelgesichts steuern, sind bei allen für dieselben Teile und Formen verantwortlich. Sie unterscheiden sich oft nur im Zeitpunkt, wann und wie stark und intensiv etwas an- und abgeschaltet wird (um einen langen oder kurzen Schnabel auszubilden). Die Gene, die für den Körperbau zuständig sind, aktivieren so lediglich Schalter, die erst die entsprechenden Gene zur Bildung und Formung eines einzelnen Organs an- bzw. abschalten.
So kann eine Mutation entscheiden, wann oder welcher Schalter betätigt wird, um aus einer Extremität eine Flosse oder ein Gliedmaß werden zu lassen. Dazu bedarf es keiner neuen Gene. Alte brauchen nur neu konfiguriert werden, und es entstehen völlig neue Arten. Alle Lebewesen sahen zunächst gleich aus (stammten von einem Urtier ab). Erst im Laufe der Evolution unterschieden sie sich. Z.B. werden aus Schlitzen seitlich am Kopf bei den Fischen Kiemen und bei allen Landwirbeltieren Ohren, die beim Menschen zu winzigen Knochen im Innenohr mutierten.
Der Kortex ist die gewundene Aussenschicht des Gehirns. Hier entstehen die sprachlichen, musikalischen und mathematischen Fähigkeiten eines Menschen. An dieser Stelle unterscheidet sich der Schimpanse vom Mensch durch 18 Genbuchstaben, vom Huhn aber nur durch 2, obwohl er wie Mensch und Huhn über 23.000 Gene verfügt. Es gibt Pflanzen wie der Maiskolben, die mehr haben.
Wenige Tage nach der Geburt sehen Embrionen unterschiedlicher Spezien vollkommen gleich aus. Sie sind die Plattform, von der sich erst eine Vielfalt entwickelt. Für die Proteine, aus denen unsere Körper geschaffen sind, sind nur 2% der Gene verantwortlich. Sie aktivieren oft nur die Schalter, deren Zustand uns von den anderen erst unterscheidet. Diese Schalter waren z.B. auch dafür verantwortlich, daß die Menschen nach dem 2. Weltkrieg unter Mangelerscheinungen und Magerheit aufgrund der schlechten Ernährung litten. Dieser Zustand wurde direkt an die nächsten Generation vergegeben. Die Vererbung dieser genetischen Veränderung konnte aber nur in dieser kurzen Zeit erfolgen, weil nicht neue Gene geschaffen, sondern schon bestehende Schalter nur ein- oder ausgemacht wurden.
Somit wäre es auch möglich, dass sich schlagartig aus einem von uns einer mit Neandertalermerkmalen entwickeln könnte. Allerdings wäre er dann noch kein richtiger Neandertaler, da nur einer von vielen Schalter, die die Unterschiede ausmachen, aktiviert worden ist. In der Tat gibt es Menschen, die im ganzen Gesicht behaart sind und wulstige Augenbrauen haben, ohne dass ihnen schon gleich die sprachliche Vollkommenheit fehlt. Um wieder einen Neandertaler entstehen zu lassen, müssten alle Schalter, die den Unterschied Mensch-Neandertaler aufzeigen, mit einem Mal entsprechend geschaltet sein. Das aber ist gegen die Zufallslogik.